«Weingeschichten im Sennhof» ist…
…wenn eine Wohnbereichsleitung aus dem Thurgau wegen Bauverzögerung den Aargauer Wein zu lieben lernt, ein Bühler Geriater als Bierliebhaber über den Affentaler Wein erzählt und der Heimleiter von schwarzen Schafen schwärmt…
Eine feine Runde im Festsaal, das Ambiente stimmt, die Gäste sind gespannt!
Mit schönsten Bildern aus den Rebbergen des Frankenlandes, das eigentlich zu Bayern gehört aber nicht dazu gehören will, eröffnete Urs Schenker den ersten Weingeschichtsabend im Sennhof.
Eindrücklich, dass Rebstöcke bis zu einer bestimmten Höhe ohne Blätter sind. Dank den schwarzen Quessant Schafen aus der Bretagne werden die Rivaner Trauben viel mehr von der Sonne beschienen, denn diese fressen wohl die Blätter ab, aber nicht die Trauben! Der Begriff «Domina» lässt der Fantasie freien lauf! Doch da geht es um eine sehr fränkische Traubensorte, eine Kreuzung von dominanten Blauburgunder mit Portugieser Trauben. Ob Marketing oder nicht, auf jeden Fall schmücken entsprechend gekleideter Damen heute noch die Weinetiketten.
Dass sich eine «Mostinderin» in Aargauer Wein verliebt, da braucht es schon ein paar Zufälle! Die Wohnbereichsleiterin Gisela Zbinden baute mit ihrem Partner und Weinliebhaber Rene Schmid aus der Region Brugg im Schenkenbergtal ein neues Daheim. Nun, wie fast immer, wegen Bauverzögerung und bereits gekündigter Wohnung sahen sie sich gezwungen, in einem Schenkenberger Restaurant ein Zimmer zu nehmen und sich aus dessen Küche zu verköstigen. Den Wein, der Deal wäre ein Zapfengeld gewesen, probierten sie für ihre Verhältnisse mutig ab der Weinkarte aus dem Schenkenbergertal. Und siehe da, der mundete! In einem originellen Interview erzählten beide von ihrer neuen Leidenschaft im Rebberg. Zur Degustation mit Nachschenken füllten sie die Gläser mit Oberflachser Riesling -Sylvaner und dem Goldprämierten Pinot noir sélection vom Weinbau Käser.
Der finale Schlusspunkt setzte der Geriater Martin Spiegel von der aarReha mit dem Bekenntnis, dass er eigentlich ein Bierliebhaber ist. Doch als Junger «musste» er im Rebberg des Grossvaters in der Region Bühl Baden – Württemberg mit anpacken. Neben den bekannten Bühler-Zwetschgen – Quetsche ausgesprochen – wachsen an den Rebhängen feiner Badischer Wein. Ja nicht als Baden-Württemberger bezeichnen, das wäre eine Beleidingung. Nun, der vorgestellte Wein hat den unverfänglichen Namen «Affentaler». Selbsterklärend sind di Flaschen mit einem Affen dekoriert. Doch in Bühl, es liegt auf der Hand, leben keine Affen. Die Geschichte hat mit Dialektik zu tun! Am Hügel steht die Kapelle mit dem Namen «Ave Marie Tal». Der entsprechenden Betonung und dem Tempo sei es geschuldet, dass daraus ein «Affentaler» wurde!
Mit einem Bühler Qiuz zu Dialektwörter wurde der gemütliche und kulinarisch entsprechend umrahmte erste Weingeschichtenabend abgerundet.
Nächstes Jahr, 15. Januar 2027, wird es neue Weingeschichten von Menschen geben, welche mit dem Sennhof beruflich in Verbindung stehen.










